Es geht um viel mehr als um Suppe essen!
Fair teilen statt sozial spalten!

Über 13 % der Hagener Bevölkerung leben an der Armutsgrenze:

  • C.a. 8.000 Personen erhalten in Hagen die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB-II: 364,-€ für die alleinstehende erwachsene Person, zuz. Miete und Heizung. Betroffen von Hartz-IV sind jedoch insgesamt ca. 25.000 Personen, die von der „Arge“, der Arbeitsgemeinschaft von Arbeitsamt und Stadt Hagen, betreut werden.
  • 2.008 Personen wurden vom Sozialamt Hagen unterstützt durch Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB III .
  • Ca. 1.500 Personen sind in Hagen aktuell von Wohnungslosigkeit bedroht, weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen können. Die Zentrale Fachstelle gegen Wohnungslosigkeit der Stadt Hagen arbeitet präventiv in diesem Bereich.
  • Ca. 500 Personen haben ein Postfach bei der Beratungsstelle für Wohnungslose in der Schulstr. 3a, weil sie wohnungslos sind und über keinen eigenen Mietvertrag verfügen.


Der Weg in die „nicht sichtbare Armut“ oder auf „die Platte“ kann schnell passieren, und jeden von uns kann es treffen. Armut ist nicht nur eine Frage des Einkommens, sondern auch eine Mischung aus Abhängigkeit, Isolierung und seelischem Stress. Die Suppenküche will ein Zeichen setzen angesichts der Einsamkeit armer Menschen:

Die Suppenküche Hagen ist ein Ort der Gastfreundschaft.

  • Wir sind eine Initiative von Menschen, die Gäste willkommen heißen, respektvoll empfangen und sie gastfreundlich - ohne Vorbedingungen und Auflagen - einladen, sich zu stärken.
  • Unser Gastraum ermöglicht Begegnungen der Gäste und bietet ihnen Möglichkeit, sich zu beraten und gestärkt den eigenen Weg weiterzugehen.
  • Die Bedürftigkeit oder eine Berechtigung zu solcher Gastfreundschaft werden nicht kontrolliert. Alkohol, Drogen und Gewalt bleiben allerdings vor der Tür.
  • Die 55 Mitarbeitenden der Suppenküche Hagen tun ihren Dienst freiwillig und unentgeltlich. Wir freuen uns, wenn unsere Gäste zu Gastgebern werden und mitarbeiten.
  • Wir pflegen gute Zusammenarbeit mit anderen Hilfsangeboten für Wohnungslose im Bereich der Stadt Hagen.


Entstehungsgeschichte: Am ‚Rosenmontag‘ 1997 öffnete die Suppenküche ihre Türen im Anbau des CVJM-Hochhauses am Märkischen Ring. Wohnungslose und bedürftige Menschen sind eingeladen, an einem warmen Ort kostenlos einen Eintopf zu essen, einen Kaffee zu trinken und, sofern vorhanden, ein 'Lunchpaket'  für den Abend oder nächsten Tag mitzunehmen. An jedem der vier Öffnungstage pro Woche werden z.Zt. 220 bis 480 Portionen ausgegeben.

Die  Initiative enstand durch 22 Freiwillige der Ev. Johannisgemeinde, der Luthergemeinde und der Bahnhofsmission Hagen die 1996 den Verein ‚Suppenküche Hagen e.V.‘ gründeten. Sie ist nicht an Parteien oder Konfessionen gebunden, obgleich viele Mitarbeitende im christlichen Glauben verwurzelt sind.Mit Unterstützung des Lionsclub Hagen-Harkort, der Sparkasse Hagen, der Kreishandwerkerschaft, von Kirchengemeinden u.a. konnte im Jahr 2002 die bis dahin behelfmäßig in einer Wohnung untergebrachte Suppenküche zu einer zweckmäßigen und gastfreundlichen Einrichtung umgebaut und erweitert werden.

150 bis 250 Gäste pro Öffnungstag – mit zunehmender Tendenz -, das bedeutet jährlich:

  • 45.000 Mittagessen herstellen
  • 6.000 Brote und Kuchen portionieren
  • 30.000 'Lunchpakete' austeilen
  • 500 Pakete Kaffee und vieles mehr kaufen
  • an Spitzentagen bis zu 480 Portionen servieren.
  • auch Geld: Wir benötigen 50.000,- € jährlich für Lebensmittel (12.000,- €), Miete, Energie und Nebenkosten (14.000,- €) sowie für die    vielen Dinge, die zusätzlich erforderlich sind: vom Toilettenpapier bis zu den Versicherungen (7.000,- €).
  • auch ein Transportfahrzeug: Im Herbst 2005 konnte mit Hilfe unserer Sponsoren ein geeigneter Kleintransporter angeschafft werden, mit dem wir Lebensmittelspenden abholen.
  • auch Beratung: Wir möchten Hilfesuchenden den nächsten Schritt ermöglichen. Deshalb bieten wir mit Unterstützung der Beratungsstelle für Wohnungslose und der Beratungsstelle für Arbeitslose des Diakonischen Werks Hagen erste Wegweisung.


Wir sind eine unabhängige Initiative und erhalten von keiner Organisation regelmäßige finanzielle Unterstützung.
Wir sind auf Ihre Spende angewiesen.
Einmalige Spenden, aber auch regelmäßige Zuwendungen in jeder Höhe, sind willkommen.

Besuchen Sie uns!
Am besten lernen Sie unsere Arbeit kennen, indem Sie an einem Vormittag mit uns gemeinsam Essen vorbereiten und servieren. Rufen Sie uns an, wenn Sie Informationen wünschen: Tel. 02331-2042727 oder - 3440095

Gastfreundschaft ist unsere Aufgabe